MINECRAFT im Kinderbüro - Ergebnispräsentation beim Nachbarschaftsforum

Im Leipziger Norden entsteht in den nächsten Jahren ein kompett neuer Stadtteil. Leipzig416 heißt das Projekt, benannt nach der Nummer des Bebauungsplan. Das Leipziger Kinderbüro nahm dieses Projekt zum Anlass, in Absprache mit dem Stadtplanungsamt Kinder und Jugendliche nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu einem neuen Stadtteil zu fragen.

Im Rahmen eines Wochenend-Workshops wurde der neue Stadtteil mit dem Computerspiel MINECRAFT entworfen. Dieses Spiel ist eines der beliebtesten unter jungen Menschen und bietet die Möglichkeit auch im Bildungsbereich eingesetzt zu werden. Durch MINECRAFT ist es möglich, gleichzeitig mit mehreren Spielern auf einer Karte eine Stadt bzw. einen Stadtteil aufzubauen.

Mit viel Engagement und zukunftsorientierten Ideen gestalteten die Jugendlichen das neue Quartier. Begrünte Dächer, Springbrunnen, zahlreiche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten fügten sich in die Infrastruktur ein, die durch städtebauliche Verträge bereits eingegrenzt ist. So wurde ein Bildungscampus, an dem Grund- und Oberschule gemeinsam existieren entwickelt, an dem es gute Zugänge ins Grün und zu den Spielplätzen und Sportflächen gibt, die gleichzeitig auch von Bewohnern des Viertels genutzt werden können. Tiefgaragen, Fahrradwege und die gut erreichbaren Straßenbahnhaltestellen sorgen dafür, dass das Stadtgebiet wirklich autoarm und damit auch kindergerecht organisiert ist.

Das entstandene Video wurde dem verantwortlichen Stadtplanungsamt übergeben und wurde bei der 4. Sitzung des Nachbarschaftsforums präsentiert und gab den beteiligten Erwachsenen kurz vor ihrer Stimmabgabe noch einmal Hinweise von Jugendlichen mit, die berücksichtigt werden sollten. Im Kinderbüro ist die Freude über das gelungene Gemeinschaftsprojekt mit dem Jugendparlament und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt groß. Im Siegerentwurf lassen sich auch viele Gedanken wiederfinden, die auch im MINECRAFT-Workshop geäußert und im Computer umgesetzt wurden.

Ein herzliches Dankeschön geht noch einmal an Sebastian von Jungen Akademie (Ev. Akademie Sachsen-Anhalt), Nicole Netwall (Geschäftsstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung), Silvia Haas (Leitung Koordinierungsstelle "Leipzig weiter denken"), Fritjof Mothes (Stadtlabor) sowie die Jugendlichen, die sich ein ganzes Wochenende genommen haben, um einen Stadtteil zu entwerfen.

Hier könnt ihr das entstandene Video begutachten:

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