Mit dem Känguru am Silbersee hüpfen, dem Kulturraben im Dölitzer Holz folgen und den Erdmännchen am Moritzhof begegnen. Das ist ab sofort auch im Leipziger Süden möglich. Gemeinsam mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen aus den Einrichtungen in den drei Stadtteilen bereitete das Kinder- und Jugendbüro in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Leipzig, dem Stadtteilzentrum Lößnig und dem Familienprojekt „Hand in Hand“ den Stadtplan vor. Der tierische Stadtführer ist ab jetzt u.a. im Kinder- und Jugendbüro Leipzig (Johannisallee 20) und im Stadtteilzentrum Lößnig (Zwickauer Str. 127c) erhältlich.
„Wir freuen uns sehr über die immense Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Entstehung dieses Plans! Sei es in Ferienworkshops im Stadtteilzentrum, Befragungen bei Familiennachmittagen durch das Projekt „Hand in Hand“, Hortprojektwochen in der Grundschule Marienbrunn oder durch Rückmeldungen des Kinderrats der 9. Grundschule, da kam einiges zusammen!“ zeigt sich Christian Gundlach vom Kinder- und Jugendbüro begeistert. „Das Ziel des Planes ist, das Kinder mit und ohne Unterstützung von Erwachsenen befähigt werden, ihr Viertel zu erkunden und sich damit zu identifizieren. Den beteiligten Kindern und uns ist auch wichtig, dass der Plan von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann. Deshalb finden sich darauf auch ausschließlich nicht-kommerzielle Angebote, um niemanden aufgrund fehlender finanzieller Möglichkeiten auszuschließen.“
Im Kinderstadtplan finden sich die vielfältigen Angebote, die sich südlich der Tabaksmühle bis zum Dölitzer Holz befinden. Neben den zahlreichen Spielplätzen und den großen Naturräumen gibt es verschiedene Jugend- und Familienbegegnungsstätten sowie Sport-, Musik- und Bewegungsangebote zu entdecken. Letztere sind für Dr. Ulrike Leistner vom Gesundheitsamt besonders wichtig. „Bewegungsmangel ist eine große Herausforderung unserer Zeit. Der Kinderstadtplan setzt da ein Zeichen und macht die Vielzahl an vorhandenen Bewegungsmöglichkeiten - von öffentlichen Spielplätzen, über Tischtennisplatten bis hin zu den verschiedenen Vereinssportangeboten - sichtbar und lädt so zu mehr Bewegung im Alltag ein. Dass die Finanzierung des Plans durch das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen, den Freistaat Sachsen, den Leipziger Verfügungsfonds Gesundheit und die VNG AG gemeinsam geschultert werden konnte, ist ein weiterer Grund zur Freude.“
Weitere Kinderstadtpläne existieren bereits für die Leipziger Innenstadt, den Nordosten (Mockau und Thekla), Schönefeld, die Georg-Schumann-Straße, Knautkleerg-Knauthain, Paunsdorf und Schleußig.
Kontakt
Christian Gundlach & Elisa Friedrichs
Deutscher Kinderschutzbund Leipzig
Kinder- und Jugendbüro
Johannisallee 20
04317 Leipzig
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